Chronischer Stress

Stress ist eine völlig normale Alarmreaktion des Körpers auf eine drohende Gefahr. In der Biologie ist dies als "fight-or-flight-Reaktion" bekannt. Der Körper stellt Energie bereit, um im Hinblick auf eine Gefahrensituation "anzugreifen oder zu fliehen". Treten zu viele Stressreaktionen in einem bestimmten Zeitraum auf, verändert sich jedoch der Erregungszustand des Körpers dauerhaft, was auf eine Störung der "inneren Bremse" des Parasympathikus hindeutet. Das bedeutet, dass auch im Ruhezustand der Körper nicht mehr abschalten kann. Der Erregungszustand des Körpers erreicht auch im Ruhezustand die sogenannte Symptomschwelle. Dies führt dazu, dass betroffene Menschen auch dann Stresssymptome aufweisen, wenn überhaupt keine Gefahr bzw. Stressor auf sie einwirkt. Dann spricht man von chronischem Stress. Chronischer Stress kann nachweislich zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depression, Krebs, Veränderungen im Gehirn (Absterben von Nervenzellen und Auflösung neuronaler Verbindungen) etc. führen.

   
 
   
 
 

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